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Irgendwann ist eben Zahltag

16.11.2009, 01:11

Diese Ehe währte länger als der Irak-Krieg, und das will schon was heißen. Die ganze Welt ergötzte sich seit 2001 an der Berichterstattung über das Eheleben von Paul McCartney und Heather Mills. Besonders in den letzten zwei Ehe-Jahren, als die News-Konsumenten auch juristisch über den Stand der Trennungsmodalitäten des Paares auf dem Laufenden gehalten wurden. Die Welt schaute hin, wo sie lieber wegschauen sollte. Erst im Frühjahr 2008 wurde der Rosenkrieg endlich durch eine saubere Scheidung beendet. Nach mehr als sechs Jahren war es vorbei. Vielleicht hätte die UNO schon eher einschreiten müssen.

Mister Paul McCartney hat als ehemaliger Angehöriger der Beatles kulturgeschichtlich eine globale Bedeutung. Mit der Ehelichung von Heather Mills ging die weltweite Aufmerksamkeit auch auf seine Begleiterin über, später insbesondere wegen der schmutzigen Trennungs-Einzelheiten. Die Gesellschaftsnachrichten füllen ihre Spalten gern mit allerlei grässlichen Geschichten, wie sie sonst auch von Britney Spears, Amy Winehouse oder Pete Doherty produziert werden. Paul McCartney, der als Songschreiber (und auch in geschäftlichen Dingen) meistens ein goldenes Händchen bewies, hatte privat einfach danebengegriffen. Dasselbe gilt wohl auch aus der Sicht von Heather Mills, rein menschlich gesehen. Am Ende steht nun eine Ablösesumme von rund 31 Millionen Euro, die mit der Scheidung an Frau Mills fällig wird. Von Abfindungsexperten wird dies als die teuerste britische Trennung aller Zeiten gehandelt.

Lebensgemeinschaften werden eigentlich nicht begründet, damit sich ein Vertragspartner später lebenslang alimentieren lässt oder das eigene Rentenkonto auffüllt. Sowas passiert aber trotzdem, denn das Betreiben einer Partnerschaft (besonders wenn sie juristisch beglaubigt ist) kann schwieriger sein als eine große Koalition. Und wenn es kracht, ist eben irgendwann Zahltag. Den Vermögensmilliardär Paul McCartney wird nicht so sehr der finanzielle Verlust schmerzen, viel interessanter ist die künstlerische Seite. Denn im großen Beatles-Hit „Yesterday“, der aus der Feder McCartneys stammt, ist das schon beschrieben, was erst Jahrzehnte später auf ihn zukommen sollte - all die Sorgen, die gestern noch fern waren. Und die weitere Aufarbeitung schreit wirklich nach einer Verfilmung der Story, mit Sharon Stone als Heather Mills und Kurt Russell in der Rolle von Paul McCartney. Großes dramatisches Kino, garniert mit vielen Beatles-Hits, die thematisch den Plot unterstützen: Von „All You Need is Love“ über „Help!“ bis hin zu „Let It Be“ natürlich.

Helge Schneider vs. Udo Lindenberg

05.02.2007, 12:02

Die neue CD von Helge Schneider (mit dem wirklich albernen Titel „I Brake Together“) präsentiert ein musikalisches Kleinod: Das Duett „Pinguine können nicht fliegen“ hat der gute Helge im Duett mit Udo Lindenberg aufgenommen. Oder doch nicht? Der eifrige Besucher von Helge-Schneider-Konzerten weiß natürlich, dass das Multitalent Schneider auch ein begnadeter Udo-Lindenberg-Imitator ist. Und darum ist dieses Stück Peinlichpop mit Pinguinen, so soll es sein, wirklich zum Lachen.

P.S. In dem Film „Mein Führer“ ist Helge Schneider freilich in einer ganz anderen Rolle zu sehen, aber dort auch erstaunlich präsent. Wer hätte das gedacht.

Fanfare für den einfachen Mann

24.01.2007, 16:01

Emerson Lake Palmer
Die Rede ist jetzt von einem Artrock-Klassiker: Emerson, Lake & Palmers „Fanfare For The Common Man“, ein Zehnminutenbrocken, aufgenommen 1977 und veröffentlicht auf der Doppel-LP „Works, Volume 1“. Es ist wahrscheinlich die einzige Nummer, bei der das Trio so richtig ROCKT. Mehr »

Der „Borat“-Ähnlichkeitswettbewerb

24.01.2007, 12:01

Sacha Baron Cohen aka BoratSacha Baron Cohen ist nun praktisch durch alle Medien gereicht worden. Anlässlich seines Filmes „Borat“ wurde er zumeist in einem badeanzug-ähnlichen Einteiler gezeigt. Hier drängt sich ein grundsätzlicher Vergleich auf: Was Freddie Mercury im Laufe seiner Karriere so an Bühnenkleidung getragen hat, ist diesem Outfit nicht ganz unähnlich. Genau diese Kombination (kastenförmiger Schnurrbart, ausführliche Körperbehaarung, hautenges Dress) hat früher den Queen-Sänger optisch definiert. Mehr »

 
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